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ANDREAS GURSKY − FOTOGRAFIEN 1984-1993


4. FEBRUAR BIS 10. APRIL 1994

Der 1955 in Leipzig geborene Fotograf Andreas Gursky zählt neben Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und Thomas Struth zu den bekanntesten Schülern von Bernd Becher an der Düsseldorfer Akademie. Als charakteristische Zeichen für die Fotoarbeiten des Becher-Kreises können die formale Klarheit beim Erfassen des Bildmotivs, die Objektivität der Aufnahmen sowie die systematische und konzeptuelle Vorgehensweise genannt werden. Gursky, der zuvor an der GHS Essen unter anderem bei Michael Schmidt studiert hatte, suchte seit 1983 seinen eigenen Weg zuerst in der Landschaftsfotografie. In dieser Zeit entstanden mehrere, sehr individuell aufgefasste Landschaften wie "Klausenpass", 1984, "Seilbahn, Dolomiten", 1987 oder "Maloja", 1989 – Naturszenerien, in welchen der Mensch, falls vorhanden, vor dem Hintergrund der Bergwelt zu Marginalgröße schrumpft.

Die Thematik der Fotoarbeiten von Gursky hat sich in den vergangenen zehn Jahren weiterentwickelt und zugleich auch verwandelt. Von den Landschaften mit verhalten romantischem Unterton bis zu riesigen Fabrikhallen und von Menschen überfluteten Räumen reicht die motivische Bandbreite von Gursky.

Die Ausstellung in den Deichtorhallen, die anschließend vom 20. Mai – 4. Juli 1994 in der Foundation De Appel in Amsterdam gezeigt wird, belegt die Entwicklung des Düsseldorfer Fotografen anhand von 70 ausgewählten, teilweise großformatigen Arbeiten.

Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Buch mit 70 Farbtafeln und 160 Seiten im Schirmer/Mosel Verlag, München.