ARCHIV
 

HENRI CARTIER–BRESSON − A PROPOS DE PARIS

4. FEBRUAR BIS 10. APRIL 1994

Der berühmte französische Fotograf, Mitbegründer der Gruppe MAGNUM, wurde 1908 in Chanteloup geboren und lebt heute in Paris. In den Jahren 1927-28 studierte er Malerei bei André Lhote; das anschließende Literaturstudium führte ihn nach Cambridge. Während der Jahre 1931-36 unternahm Cartier-Bresson zahlreiche Reisen, u.a. nach Spanien, Italien und Afrika; in dieser Zeit sind seine ersten Aufnahmen mit der Leica entstanden. 1936-39 arbeitete er zeitweilig als Regieassistent bei Jean Renoir, unterbrach jedoch seine Tätigkeit 1937, um am spanischen Bürgerkrieg teilzunehmen.

Nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges geriet Cartier-Bresson für drei Jahre in deutsche Gefangenschaft. Nach seiner Flucht wurde er Mitglied der Resistance in Paris. 1947 gründete er mit Robert Capa, Davis Seymour und George Rodger die Gruppe und Agentur MAGNUM, die sich für eine realistische, reportagenhafte und direkte Fotografie engagiert hatte. Als Resultate zahlreicher Reportagereisen sind Fotobände wie "Les danses à Bali"(1956), "Menschen in Moskau" (1955), "China gestern und heute" (1955), "Mensch und Maschine" (1968), "Das Gesicht Asiens" (1972) und andere mehr entstanden.

Die Ausstellung in den Deichtorhallen umfasst 90 schwarz-weiß Aufnahmen aus dem Buch "A propos de Paris", die in den Jahren 1929-1976 entstanden sind. Diese Auswahl wird zum ersten Mal in Deutschland gezeigt.

Ausstellung in Zusammenarbeit mit MAGNUM, Paris.