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F.C. Gundlach. Das fotografische Werk.

F.C. Gundlach: Schwarz-weißer Jersey Mantel, Modell Lend, Paris 1966, In: Brigitte 4/1966, © F.C. Gundlach

12.4. – 7.9.2008

F.C. Gundlach gilt als bedeutendster deutscher Modefotograf der Nachkriegszeit. Rund vier Jahrzehnte die internationale Mode begleitend, hat er mit seinem fotografischen Werk selbst ein Stück Modegeschichte geschrieben. Wobei Mode nicht allein die Kleidermode meint, sondern auch Posen und Gesten, Requisiten und Locations, Schönheitsideale und die Professionalisierung der Rolle des Fotomodells. In Gundlachs Œuvre spiegelt sich der Wandel der Mode von der Haute Couture bis zum Prêt-à-Porter, von der hohen Berliner Schneiderkunst bis zum Unisex unserer Tage. Sein Werk berührt ästhetische, aber auch soziale und kulturelle Fragen sowie Fragen der medialen Vermittlung von Mode und Schönheitsidealen.

Seinem Selbstverständnis nach war F.C. Gundlach stets Fotograf im Auftrag. Tätig für auflagenstarke Zeitschriften wie Film und Frau oder Brigitte, hat er mit seinen Aufnahmen die Wahrnehmung von Mode geprägt. Umgekehrt reflektieren Gundlachs Arbeiten in Schwarzweiß und Farbe den Geist ihrer Zeit – vom Optimismus der kargen Nachkriegsjahre über die Op- und Pop-Ästhetik bis hin zur anbrechenden Postmoderne. Dass seine Bilder auch isoliert bestehen können, belegt ihren ästhetischen Rang. Besichtigt wird ein Lebenswerk zwischen Dokument und Erfindung, Dienstleistung und künstlerischem Anspruch.

Die Ausstellung versteht sich als definitive Retrospektive zum Werk des Fotografen F.C. Gundlach. Die vom Kuratorenteam, bestehend aus Klaus Honnef, Hans-Michael Koetzle sowie Sebastian Lux und Ulrich Rüter, zusammengestellte Werkschau versammelt rund 350 Arbeiten, darunter Schlüsselwerke in Vintage-Qualität, aber auch zahlreiche Wiederentdeckungen sowie Zeitschriften, Werbemittel oder Dokumente aus F.C. Gundlachs Vita.

Die Ausstellung wird begleitet von einer umfassenden Monographie, die im Steidl Verlag, Göttingen erscheint.

Eine Ausstellung im Rahmen der 4. Triennale der Photographie in Hamburg

 

Zur Ausstellung im Haus der Photographie bieten wir Kuratorenführungen, Gespräche und ein Filmprogramm an. Außerdem ist der Machtclub wieder zu Gast in den Deichtorhallen und zur Finissage der Ausstellung erwartet Sie ein Live-Hörspiel mit Szeneschnipseln aus Klassikern der Filmgeschichte.

Die Ausstellung ist an Veranstaltungstagen bis 19 Uhr geöffnet. Falls nicht anders angegeben, gelten folgende Tarife für die Veranstaltungen in den Deichtorhallen:
Eintritt zu Sonderveranstaltungen: 5,- €, ermäßigt 3,- €
Eintritt zu Sonderveranstaltungen und Ausstellung am gleichen Tag: 10,- €, ermäßigt 7,- €

Kuratorenführungen
Mittwochs um 19:00 Uhr

30.04.08 mit Sebastian Lux
11.06.08 mit Ulrich Rüter
09. 07.08 mit Sebastian Lux
03.09.08 mit Ulrich Rüter

Artist Talk
F.C. Gundlach im Gespräch mit Ingo Taubhorn
Mittwoch, 07.05.08

Kuratorengespräch
Michael Koetzle, Klaus Honnef, Sebastian Lux und Ulrich Rüter
Moderation: Ingo Taubhorn 
Mittwoch, 28.05.08

Machtclub zu Gast im Haus der Photographie
Moderation: Friederike Moldenhauer
Mittwoch, 18.06.08 um 19.30 Uhr , Eintritt 10 €

Symposium "Schnittstellen. Mode und Fotografie im Dialog."
Konzept und Organisation: Burcu Dogramaci, Simone Förster, Sebastian Lux und Ulrich Rüter
Samstag und Sonntag, 28./29.06.08 jeweils 11:00 - 17:30 Uhr, Tagungsgebühr 15 € (ermäßigt 10 €)


Filmabend im Auditorium
in Anwesenheit des Filmemachers Reiner Holzemer
und F. C. Gundlach
Mittwoch, 02.07.08

Live – Hörspiel: Die Wortfalle
Samstag, 06.09./Sonntag 07.09.08 (Finissage) jeweils 19 Uhr, Eintritt 10 Euro

kostenlose Jugendführungen für junge Menschen von 12 - 20 Jahren
Samstag, 07.06.08 und Samstag, 12.07.08, jeweils um 14 Uhr

 

Mit freundlicher Unterstützung von

Pressematerial und Informationen bei:

Deichtorhallen Hamburg GmbH
Angelika Leu-Barthel
Deichtorstr. 1-2
D-20095 Hamburg
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